Elektrotechnik

Die Projekte und Initiativen „Industrie 4.0“, „Innovatives Oberösterreich 2020“ und die aktuellen Bildungsbedarfsanalysen zeigen in Zukunft eindeutig einen erhöhten Bedarf an Fachkräften in den Bereichen Elektro-, Kunststoff-, Maschinenbau-, Softwaretechnik sowie Mechatronik.

Die Elektro- und Elektronikindustrie nimmt in der österreichischen Industrie eine zentrale Rolle ein und ist ein stark exportorientierter Industriezweig mit internationaler Ausrichtung. Die Elektrotechnik leistet einen gewichtigen Beitrag zur Innovationskraft in Österreich.

Die Entwicklungen in der Elektrotechnik und Elektronik haben industrielle Revolutionen ausgelöst. Die Einführung arbeitsteiliger Massenproduktion wurde erst mithilfe der elektrischen Energie möglich (zweite industrielle Revolution zu Beginn des 20. Jahrhunderts), die weitere Automatisierung wurde durch Einsatz von Elektronik in Verbindung mit Informationstechnologie möglich (dritte industrielle Revolution, Beginn in den 1970er Jahren).

Nun stehen wir vor den Herausforderungen der vierten industriellen Revolution. Die Fabrik der Zukunft (Smart Factory) soll durch vernetzte, dezentrale, echtzeitfähige und selbstoptimierende Produktions- und Logistiksysteme eine schlanke, dezentrale und flexible Produktionsplanung und -steuerung ermöglichen.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen:

  • Energieerzeuger, -speicher und -verbraucher miteinander kommunizieren können, also intelligent vernetzt werden (Smart-Grids).
  • Gebäude mit Überwachungs-, Steuer-, Regel- und Optimierungseinrichtungen automatisiert werden (Smart Living).
  • für die flexible automatisierte Produktion intelligenter Antriebe und Kommunikations-, Steuerungs- und Regelungssysteme entwickelt werden. (Smart Factory).

Der Fachbereich Elektrotechnik liefert dafür die Grundlagen mit den fünf Leitgegenständen:

  • In „Energiesysteme“ beschäftigen Sie sich mit der Energieverteilung und Gebäudetechnik.
  • In „Elektrische Antriebe“ lernen Sie, wie elektrische Maschinen angesteuert werden, um intelligente Antriebseinheiten dimensionieren und konfigurieren zu können.
  • In „Automatisierungstechnik“ werden Sie sich mit der Steuer- und Regelungstechnik befassen, damit Sie Produktionseinrichtungen automatisieren können.
  • In „Elektronik und Mikroelektronik“ lernen Sie, wie Sie kundenspezifische Steuerungen und Regelungen mit einem Mikroprozessor aufbauen.
  • In „Softwareengineering und Prozessdatenkommunikation“ werden Sie sich mit den Grundlagen der flexiblen, dynamischen und dezentralen Produktion beschäftigen, nämlich mit der Programmierung und Vernetzung von Prozessdaten.

Die Phasen des Systembaus, wie Systemspezifikation, Konstruktion (Entwurf und Dimensionierung) und Prototypbau, setzen Sie praktisch in den Fächern „Konstruktionsübungen“, „Laboratorium“ und „Werkstättenlaboratorium“ um. Im Gegenstand „Kommunikation und Projektmanagement“ lernen Sie, wie Sie dabei systematisch vorgehen.